SARMs vs. Steroide: Womit erziele ich bessere Ergebnisse?

SARMs vs. Steroide. Was ist die richtige Wahl, um schnellere sowie bessere Ergebnisse beim Sport zu erzielen? 

Sind SARMs wirklich generell besser als Steroide? Oder kommt es auf das Anwendungsgebiet an?

Ganz so einfach ist es nicht. Wir gehen wie folgt auf die Wirkung von SARMs und Steroiden ein, um dir möglichst einfach zu verdeutlichen, was wann sinnvoller ist.

Nimm dir 2-3 Minuten Zeit. Es lohnt sich.

Was sind SARMs?

SARMs und Steroide haben Ähnlichkeiten in ihrer Funktionsweise: Sie binden stark an Androgenrezeptoren, um Muskelaufbau, Kraft und Fettabbau bei den Anwendern zu fördern. (Bhasin & Jasuja, 2010)(1)

SARMs der neuen Generation, die in den späten 1990er Jahren entwickelt wurden, sind jedoch nicht steroidal und somit kein exogenes Testosteron.

Dies hat in der Bodybuilding-Gemeinschaft eine Debatte ausgelöst, da behauptet wird, man könne SARMs einnehmen und dabei “natürlich” bleiben.

Ein einzigartiges strukturelles Merkmal der SARMs ist die Gewebeselektivität. Ein Mechanismus, der darauf abzielt, den Anabolismus in erwünschten Zellen zu stimulieren, während unerwünschte Wirkungen in anderen Zellen gehemmt werden; dadurch können die mit anabolen Steroiden verbundenen Nebenwirkungen beseitigt oder reduziert werden.

Erfahrungen und Studien zeigen auf, dass SARMs tatsächlich erstaunliche Ergebnisse liefern können.

Sowohl hinsichtlich:

  • Muskelaufbau
  • Ausdauer
  • Regeneration
  • Fettabbau
  • und Knochengesundheit.

Ganz ohne Nebenwirkungen sind die Produkte jedoch nicht.

Auch bei SARMs kann es durchaus gefährlich werden.

Besonders wenn es zu gestreckten oder verunreinigten Produkten kommt. Dies passiert – wie Studien bereits verdeutlicht haben – sehr häufig.

Grund dafür ist, dass SARMs illegal sind. Somit werden sie größtenteils in illegalen Laboren hergestellt. Illegale Labore folgen zumeist nicht den Vorschriften.

Das Resultat sind gestreckte SARMs und somit ein Risiko für Verbraucher.

Alles Wissenswerte zum Thema SARMs findest du in unserem separaten SARMs Ratgeber.

Was sind Steroide?

Anabole Steroide werden zur Behandlung einiger medizinischer Erkrankungen eingesetzt, aber auch in einigen Sportarten werden sie illegal verwendet. Bodybuilder verwenden sie, um Muskelmasse, Leistung und Ausdauer zu steigern und die Erholungszeit zwischen den Trainingseinheiten zu verkürzen.

Die Medikamente werden künstlich aus dem männlichen Haupthormon Testosteron gewonnen.

Testosteron ist wichtig für die Förderung und Aufrechterhaltung des Muskelwachstums sowie der Entwicklung sekundärer männlicher Geschlechtsmerkmale, wie eine tiefere Stimme und Gesichtsbehaarung.

Anabole Steroide, auch anabol-androgene Steroide (AAS) genannt, können:

  • mehr Muskelmasse aufbauen,
  • schneller Muskelmasse aufbauen,
  • sportliche Leistung verbessern,
  • Regenerationsprozess verbessern,

und mehr.

Aber sie können ebenso erhebliche Nebenwirkungen haben, insbesondere bei unsachgemäßem Gebrauch.

Langfristiger, nichtmedizinischer Gebrauch wird mit Herzproblemen, unerwünschten körperlichen Veränderungen und Aggression in Verbindung gebracht. Auch Impotenz oder Haarverlust sind unter den Nebenwirkungen gelistet.

Wie unterscheiden sich SARMs und Steroide in der Wirkungsweise?

Steroide binden sich an Androgenrezeptoren in vielen Geweben des Körpers. Die Einnahme wirkt sich also nicht nur auf die Muskeln aus, sondern auf den ganzen Körper.

Was bei den Muskeln positive Effekte mitbringt, wirkt sich in anderen Teilen des Körpers negativ aus. Dieser Faktor kann zu vielen Nebenwirkungen führen.

SARMs hingegen binden sich an selektive Androgenrezeptoren in bestimmten Geweben (gewebespezifische Wirkung), aber nicht in anderen. SARMs können somit gezielter eingesetzt werden.

SARMs werden zudem in Pillenform eingenommen.

Das wohl bekannteste Steroid ist Testosteron.

Bei der Einnahme stellt der Körper die hauseigene Testosteronproduktion komplett ein. Ab diesem Zeitpunkt geht’s jedoch nicht mehr ohne Testosteron, da du nach dem Absetzen andernfalls etwaige Nebenwirkungen haben wirst.

SARMs hingegen ahmen lediglich die Funktionsweise von Testosteron nach.

Somit wird die hauseigene Testosteronproduktion nicht komplett eingestellt, sondern lediglich gehemmt.

Die meisten SARMs können nach einem 8-10 Wochen Zyklus somit ohne große Probleme einfach abgesetzt werden. Der Körper kurbelt anschließend die Produktion selbst wieder an.

Nimmst du eine große Menge oder sehr starke SARMs ein, musst du nach dem Absetzen eine PCT (Post Cycle Therapy) durchführen, wodurch dein Körper bei dem wiederherstellen der Testosteronproduktion unterstützt wird.

SARMs vs Steroide: Was ist die bessere Wahl?

Es kommt darauf an, was du erreichen möchtest. Ist dir ein bessere Sicherheitsprofil wichtiger – sprich weniger Nebenwirkungen – fällt die Wahl auf SARMs.

Ist es dein Ziel möglichst viel Muskelmasse in möglichst wenig Zeit zu erlangen, sind Steroide die klaren Gewinner.

Vereinfacht gesagt: Steroide liefern schnellere und bessere Ergebnisse. SARMs hingegen weisen weniger Nebenwirkungen auf.

Jedoch liegen SARMs in gewissen Anwendungsgebieten auch vor Steroiden.

Möchtest du beispielsweise abnehmen ohne großartig an Muskelmasse zu verlieren oder die Gesundheit deiner Knochen stärken, dann sind gewisse SARMs zu bevorzugen.

Wie würden in jedem Fall SARMs bevorzugen, auch wenn Steroide in manchen Fällen zu besseren Ergebnissen führen.

Letztendlich gilt es den Kosten-Nutzen-Faktor zu berücksichtigen. Steroide sind uns und vielen anderen SARMs Anwendern zu unsicher.

Wo kann ich mir SARMs besorgen?

Du möchtest SARMs kaufen? Das geht in diversen Online-Shops. Der Verkauf von SARMs ist jedoch nicht legal. Du kaufst also in jedem Fall illegal SARMs.

Wird deine Bestellung vom Zoll kontrolliert oder du wirst mit mehr als 90mg von der Polizei erwischt, dann drohen dir eine Geld- und/oder Haftstrafe.

Grund dafür ist, dass SARMs noch zu unerforscht sind. Insbesondere wenn es um Langzeitnebenwirkungen geht. Es wird noch einige Jahre dauern, bis SARMs – insofern sie die Forschungsphasen erfolgreich absolvieren – legal werden.

Es gibt jedoch legale Alternativen. Die wohl bekanntesten SARM Alternativen bietet Crazybulk an. Sie ahmen der Wirkung bestmöglich nach, weisen jedoch kaum Nebenwirkungen auf.

In der USA werden sie bereits zuhauf genutzt. In Deutschland sind sie erst seit dem 29.07. verfügbar.

Quellen

  1. Bhasin, S., & Jasuja, R. (2010, July 20). Selective Androgen Receptor Modulators (SARMs) as Function Promoting Therapies – PMC. PubMed Central (PMC); www.ncbi.nlm.nih.gov. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2907129/

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